Das Museum

Das Museum für Kindheits- und Jugendwerke befindet sich in dem ältesten Haus der Lindenstadt Halle. Bei Diesem gelungenen Beispiel einer umsichtigen Renovierung handelt es sich um ein historisches Bruchsteingebäude aus dem 13. Jahrhundert, das im Laufe von sechshundert Jahren für verschiedene Zwecke genutzt wurde.

 

Das Museum Halle


Erst diente es zur Verteidigung, was noch heute seine Schießkarten bekunden. Später diente es kirchlichen Versammlungen, als Amtsstube mit Gefängnis, als Wohnhaus und einem Schuster als Laden und Werkstatt.

 

Heute, nachdem es in Eigeninitiative sehr kostenauf-wendig hergerichtet wurde steht das Gebäude unter Denkmalschutz und beherbergt das einzigartige Museum für Kindheits- und Jugendwerke bedeutender Künstler. Dieses wurde 1987 eröffnet und wird seitdem von Ursula Ruth Blaschke geleitet.

 

Der Leiter des Westfälischen Museumsamtes äußert sich zu diesem wichtigen Museum in folgendem Brief:

 


„Frau Ursula Blaschke ist mir seit Juli 1987 bekannt. Seitdem verfolge ich in voller Hochachtung ihr bewunderungsürdiges Engangement in Halle.

 

Das von ihr persönlich getragene und finanzierte „Museum für Kindheits- und Jugendwerke bedeutender Künstler“ gehört trotz der geringen Größe zu den außergewöhnlichsten und interessantesten Häusern in Westfalen.

 

Frau Blaschke hat mit dem größten persönlichen Einsatz dieses Museum mit anerkannter und mittlerweilse unverzichtbarer Themenstellung aufgebaut und international bekannt gemacht. Vollkommen uneigennützig ist sie zu Werke gegangen und hat dabei ohne finanzielle Zuwendungen der öffentlichen Hand Beachtliches geleistet.

 

Auch das Westfälische Museumsamt hat – ob der privaten Trägerschaft – das haus von Frau Blschke lediglich ideell unterstützen können. Auch deshalb habe ich zahlreiche bedeutende Ausstellungen (z.B. Felix Klee, Die Bauhaus-Familie, Hannah Höch, Woldemar Winkler) mit einführenden Vorträgen selbst eröffnet.

 

Ein vergleichbares aufopferndes Engagement wie es Frau Blaschke in Halle zeigt, vor allem auch in Anspruch, museumspädagogisch für alle Altersgruppen zu wirken, ist mir im deutschen Museumswesen nicht bekannt geworden.“

 

Dr. Helmut Knirim
(Leiter des Westf. Museumsamtes)

Eindrücke zum Museum