Museum Halle ehrt Künstlerin Irene Müller

Neue Westfälische, 24.3.2021

 

Halle. Am 1. März ist der Maler und Grafiker Alexander Klee, Enkel des Künstlers Paul Klee, im Alter von 80 Jahren in Bern gestorben. Für Ursula Blaschke, engagierte Leiterin und Begründerin des „Museum für Kindheits- und Jugendwerke bedeutender Künstler“ in Halle, war angesichts der Nachricht schnell klar: „Ich werde ihm, seinem Vater Felix Klee und seinem berühmten Großvater eine gemeinsame Ausstellung widmen.“

Diese soll im Spätsommer zu sehen sein, sagt die Museumsleiterin, die mehr als 40 Werke der drei Künstler besitzt und sie bereits 1989 erstmals in der Ausstellung „Generationenfolge in der Modernen Kunst“ gemeinsam gewürdigt hat.
 

Verbunden mit Familie Klee

Eine Ausstellung, die nur zwei Jahre nach der Eröffnung des Haller Museums für viel Aufmerksamkeit sorgte und der 1991 eine weitere Klee-Ausstellung mit Arbeiten von Felix Klee folgte. „Aufgrund dieser seit vielen Jahren bestehenden Verbundenheit mit der Familie Klee möchte ich die neue Drei-Generationen-Ausstellung unbedingt machen“, betont Blaschke, deren Museum derzeit wegen der Corona-Pandemie immer noch geschlossen ist.

 

 

Doch hinter den geschlossenen Türen plant sie bereits für die Klee-Schau, sichtet Fotos, Briefe und Werke nicht nur von Paul und Felix, sondern auch von Alexander Klee, der sich als Künstler Aljoscha Ségard nannte. „Ich würde ja gerne dem Zentrum Paul Klee zuvorkommen, das ebenfalls Aljoscha in einer Ausstellung im Berner Kunstmuseum würdigen will“, sagt Blaschke.

 

Mitbegründer des Zentrums Paul Klee

Alexander Klee gehörte zu den Mitbegründern des 2005 eröffneten Zentrums Paul Klee, das Teil des Berner Kunstmuseums und dem Werk seines Großvaters gewidmet ist. Er schenkte dem Zentrum wertvolles Archivmaterial aus dem Besitz der Familie. Dort ist ebenso die Sammlung mit rund 2.600 Werken aus Familienbesitz untergebracht.

Wie Blaschke betont auch das Berner Museum, dass Alexander Klee als Künstler eigene künstlerische Impulse setzte. Im Zentrum der Berner Schau soll laut Ankündigung das poetische Schaffen Alexander Klees im Zentrum stehen. Mit seinem Großvater verbinden Klee nach Angaben des Museums drei Eigenschaften: das Hintersinnige, das Witzig-Poetische und die Freude am Zusammenspiel von Bild und Wort.

 

Jugendwerk im Mittelpunkt

Blaschke wird sich, wie es sich für das Museum gehört, intensiv mit dem Jugendwerk der drei Künstler befassen und es in Beziehung zu späteren Arbeiten der drei Generationen Klee setzen. Es wird spannend. Doch jetzt wird in Halle erst mal gesichtet und geplant.

 

Am Karfreitag, 2. April, startet das Haller Museum zumindest wieder außerhalb seiner Pforten. Ab 14.30 Uhr wird auf dem Haller Kirchplatz ein Kreuzweg aufgebaut, bestehend aus 14 rund 100 Jahre alten Bildern, die den Kreuzweg Christi nachbilden. Sie stammen laut Ursula Blaschke aus der Wiedenbrücker Schule. Weitere Informationen gibt es unter: www.museum-halle.de.

Quelle: Neue Westfälische, Stefan Brams

Öffnungszeiten / Preise

Das Museum ist an folgenden Tagen geöffnet:

Samstag – Sonntag Dienstag und Mittwoch
15:00 bis 17:00 Uhr Nur nach tel. Vereinbarung

Eintritt: 8 € pro Person (Sonderpreise je nach Ausstellung)

Die Besonderheit unseres Hauses ist die kostenlose Führung sowohl für Einzelbesucher als auch für Gruppen, Firmen und Institutionen unterschiedlichster Zusammensetzung aus dem In- und Ausland. Projekte zur Dauerausstellung bzw. zu der jeweiligen Sonderausstellung finden bei Jung und Alt große Resonanz; Termine hierfür bitte rechtzeitig abstimmen.

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